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Genügsamkeit

Ich habe gerade einen interessanten Artikel zum Thema entdeckt, welches mich seit vergangener Woche mal wieder beschäftigt, nachdem ich nach langer Zeit der Innenstadt mal wieder einen Besuch abgestattet habe.

Gut, es ist Urlaubszeit und dadurch vermutlich mehr Menschen als üblich in den Straßen und Geschäften.
Doch für mich ist eine Innenstadt leider schon eine Weile keine kulturelle Flaniermeile mehr. Die Menschen hetzen nach meiner Wahrnehmung nur noch tütenbepackt durch die Gassen. Die Anfahrt in die City erfolgt gern mit dem eigenen Auto, schließlich will das ganze Zeug ja auch wieder nach Hause transportiert werden. Ich male hier mal absichtlich schwarz, natürlich gibt es Ausnahmen. Und auch ich bin nicht frei von Konsum(zwang), nur spielt sich das kaufen bei mir vorwiegend online ab. Da bekommts zum Glück kaum jemand mit ;)

Der nahende Herbst und der Winter bieten im Grunde eine gute Gelegenheit, das angesammelte Zeug einmal wieder zu sichten und zu pflegen und mich von lange nicht Verwendetem zu trennen. Loslassen. Ein weiteres meiner Themen.

Aber hier erstmal der gefundene Artikel zum Thema Genügsamkeit, bei dem ich das ein oder andere Mal innerlich Beifall geklatscht habe

https://www.healthyhabits.de/genuegsamkeit/

Ich geh mir mal einen Tee kochen und schaue dem Regen am offenen Fenster zu :)

Kommentare

  • edited September 2022
    Ich habe mit Begeisterung im Artikel gelesen ...
    und: mich in jedem Gedanken wiedergefunden. Speziell die "Verweigerung" neuer technischer Geräte kann ich total unterschreiben. Bei mir ist alles "alt", weil es noch nicht in jener Zeit angeschafft werden musste, wo Geräte nur noch ein paar Jahre halten (wenn sie es denn überhaupt tun!). Es bereitet mir einfach keine Freude, diese auszuwechseln, wenn die alten eben auch noch funktionieren - und dabei pfleglich behandelt werden.
    Kleidung wird aufgetragen, obwohl ich mich für Mode erwärmen kann.
    Derzeit konsumiere ich überhaupt nichts außer Nahrungsmittel und solches, was in Pflege und Haushalt gebraucht wird, ich pflege den Minimalismus, weil er guttut.
    Ich entkomme der Notwendigkeit, in die City zu müssen und erfreue mich daran!
    Genügsamkeit hat nichts mit Geiz zu tun, sondern stärkt auch das Gefühl der Zufriedenheit, bei mir jedenfalls. Ich bin dankbar, wenn ich den Massen in den Einkaufsstraßen nicht begegnen muss - aber kann, wenn mir danach wäre.
    Ich genieße meine Freiheit, zu wählen!

    Auf die Genügsamkeit & liebe Grüße!
  • Beim Genügsamsein schließ' ich mich bedingungslos an. Ich kaufe Lebensmittel. Aus.

    Wenn ich was ersetzen muss (obwohl mir eigentlich noch nie wirklich was kaputtgegangen ist), dann schau ich erst gebraucht.

    Und Kleidung trage ich schon seit mindestens 5 bzw. 7 Jahren dieselbe.
    WENN ich neue Kleidung in meinen Schrank einziehen lass, dann ist die inzwischen: selbstgenäht.

    Handy ist 7 (ok, da ist mir das vorherige wirklich kaputtgegangen, das war zu dem Zeitpunkt aber auch schon betagt), Lapi 10 und zum Glück noch keine Ermüdungserscheinungen.

    So Digi-Zeugs interessiert mich sowieso nicht bzw meide ich wie die Pest.

    Konsum kann mich mal ;-) Keine Lust. Die Lockdowns hab ich nichtmal bemerkt (also: in dieser Hinsicht)
    Und das Geld brauch ich eh anderswo und/oder am Konto.
  • Ich bin der Meinung, dass auch die Eigenschaft, genügsam zu sein, in gewissen Anteilen in einem steckt, genauso wie die innere Zufriedenheit. Im Osten gros geworden, war der Materialismus für mich eh kein Thema.

    Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich innerlich ein genügsamer und recht zufriedener Mensch bin. Ich träume von einer Wohnung, in der nur das nötigste vorhanden ist, mein Kleiderschrank ist meine nächste Baustelle, die bearbeitet werden muss.

    Mein Mann ist ein völlig anderer Typ, bei dem steht die Technisierung unseres Haushalts an erster Stelle. Da es sein Hobby ist, lasse ich ihn gewähren, ich selber sehe die Nachteile dieser Technisierung. Ich befasse mich aber nicht mit diesen Geräten. All die Technik muss gewartet werden. Jedes Update muss durchgeführt werden. Ich will damit nichts zu tun haben. Kann er alles selber machen. Als nächstes wünscht er sich Photovoltaik. Ich wehre mich vehement dagegen, ich werde aber wohl nicht durchkommen. Ein weiteres Gerät, was mich nicht interessiert.

    Ich putze meine Fenster in altbewährter Form mit Lappen und Abzieher. Ich liebe es zu fegen und zu bügeln.

    Ich lese Bücher nur per Papier. Ich fahre Fahrrad altbürgerlich ohne E-Motor.

    Ich bin halt altmodisch, aber fühle mich damit einfach viel besser.

    Mittlerweile kaufe ich auch nicht mehr gerne. Ich sehe immer nur den Abfall, die beschissene Produktion durch Drittländer mit schlechten Arbeitsbedingungen und Entlohnung. Werbung läuft an mir vorbei, spricht mich null an. Ich mag keinen Trödel. Ich mag auch keine Geschenke. In allem sehe ich nur noch die Zumüllung der Welt.

  • Bei den Genügsamen kann ich mich auch einreihen. Mehr und neuer ist nicht immer besser. Ich brauche nicht immer die neueste Technik und auch nicht ständig neue Klamotten. Wenn etwas kaputt ist, dann versuche ich erst mal, ob man es noch reparieren kann.

    Bei der ganzen Technisierung sehe ich auch eher die Nachteile. Sei es die Ausstattung im Auto oder sonst was, ich bin der Meinung, alles was da an Technik drinsteckt geht früher oder später kaputt. Und ich bin auch der Meinung, dass uns die ganzen technischen Hilfen immer fauler machen. Irgendwann wird der Mensch noch überflüssig.

    Ich bin froh, dass ich nicht das Bedürfnis habe, ständig dem neuesten Trend hinterherlaufen zu müssen. Das spart Geld, Zeit und auch Nerven.
  • Als Genügsam bezeichne ich mich auch, ab und zu schlägt der Konsum aber auch bei mir durch.
    Ich repariere gerne und viel.
    Manche Dinge habe ich schon seit Jahrzehnten.
    Meine Stereoanlage ist von 1983, vom ersten Lehrlingsgehalt gekauft und war super stolz drauf.
    Und das Ding geht auch noch.

    Wenig zu kaufen macht auch frei-Mann kann mit dem Geld auch besseres anfangen.
  • Ich hab mir persönlich mal den Term "Essentialismus" zu Genügsamkeit oder Minimalismus geprägt, und habe seit der Neujahrwende auch wieder reduziert (bestimmt 80% meines Besitzes) und eben das essentielle wieder am start. I like much more
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