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„Die Rechnung, bitte!“

Man kennt das, Alte Schule und so. Der Mann bezahlt, Frau läßt sich einladen.
Eingeladen zu werden, zeigt mir persönlich Wertschätzung.

Was aber, wenn man auf einem Blind-Date ist und einem klar ist, es hat nicht gefunkt und man möchte kein weiteres Treffen?

Würdet ihr eine Einladung dann trotzdem annehmen? Oder auf getrennten Rechnungen bestehen?

Ich bin gespannt.

Kommentare

  • Ein sehr interessantes Thema :-))
    Diese Zeiten liegen bei mir etwas länger zurück, aber ich erinnere mich.
    Da ich solche Einladungen grundsätzlich nicht so gerne habe und nicht auf Kosten anderer, mir fremder Menschen essen mag, blieb es immer bei einer Verabredung auf ein Getränk. Da muss Frau dann auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn bezahlt wird. Diese Einladungen konnte ich immer annehmen.

    "First dates" lässt grüßen ... ;-))
  • Erwischt *Heiligenschein Emoji* Genau da hab ich es her.
    Ich kann es einfach nicht verstehen, wie man sich auf ein Essen einladen lassen kann, wenn einem selbst klar ist, dass man sich nicht bei einem weiteren Date revanchieren kann. Das Gegenüber sich aber vielleicht erhofft, durch eine Einladung (nach Alter Schule) zu einem weiteren Date zu kommen.

    Das kann man natürlich auch anders sehen:

    Man läßt sich grundsätzlich nicht einladen, um nichts schuldig zu bleiben/ den Eindruck zu gewinnen, man müßte die Essenseinladung durch Freundlichkeit ausgleichen.

    Vermutlich darf man zwischen einer Einladung zum Essen oder auf ein Getränk unterscheiden.
  • edited Juni 2022
    Ich darf noch ergänzen: Ich habe den betreffenden Herren bereits im Vorfeld ganz deutlich gesagt, dass kein weiterführendes Interesse meinerseits besteht. Verstanden hat man sich aber auf einer verbalen Ebene doch, weshalb ich grundsätzlich neugierig auf den MENSCHEN hinter den Zeilen, hinter der Stimme war.
    Die Herren ließen sich von meiner Ehrlichkeit nicht abhalten, wollten unbedingt ein Date.

    Da sich einige möglicherweise dachten, mit ein bisschen zeitlichem Engagement "geht da vielleicht doch was", waren sie hinter einem Treffen auf ein Getränk (in meinem Falle immer etwas Antialkoholisches, also wahrlich keine großen finanziellen Ausgaben!) nicht immer sonderlich entspannt und haben teilweise ziemlich freche Rückmeldungen nach dem Treffen geliefert. Das ein Teil der Erinnerungen, die mir gezeigt haben, dass Dating nicht immer unkompliziert ist. Ich bin froh, dieses Thema glücklich hinter mir gelassen zu haben. Denn genau "der eine", den ich finden wollte, hat sich tatsächlich gefunden.

    Ich finde, Frau darf sich definitiv auf ein Getränk einladen lassen. Aus meiner Erfahrung waren die verbrachten Stunden auch durchaus von solch einem anstrengenden Geschehen (manche verwechseln ein Date mit einer Gelegenheit, sich ausheulen zu können ...), dass ein spendiertes Getränk absolut in Ordnung war, quasi im Sinne eines Energieausgleiches ...
  • Ich habe auch die peinliche Situation erlebt, dass ein bestimmter Herr zahlen wollte - also angeblich -, dann aber aus seiner Münzensammlung den Betrag nicht zusammenstottern konnte. Also habe ich die Rechnung übernommen. Grundsätzlich kein Problem, aber wenn Mann so schlecht vorbereitet ist, dann ist's auch seltsam ...! Hinterlässt defniitiv keinen guten Eindruck.
  • First Dates …. Oh ja, auch da bin ich regelmäßig dabei. Wenn ich dann schon immer höre Alte Schule oder gentlemen-like, krieg ich echt die Krise. Alle wollen so fortschrittlich und emanzipiert sein, aber bei diesem Thema wird wieder die alte Schule vorgeholt.

    Ich wäre definitiv diejenige, die sich das nicht bezahlen lässt, wenn es kein weiteres Mal gibt. Ich mag mich sowieso nicht gerne einladen lassen. Ich habe dann immer das Gefühl, wieder was zurückgeben zu müssen.
  • Getrennte Kassen. Auch nach einem Jahr Partnerschaft. Und darüber hinaus.
  • „Ein Mann muß eine Frau einladen. Das ist einfach so. Aber wenn man auf Augenhöhe ist, teilt man sich das Ganze.“
    Aussage eines Mannes, der einen Mann dated.

    Und genau deshalb ist das mit dem eingeladen werden als Frau von einem Mann so eine Sache. Frau kommt sich ausgehalten vor. Weil es sich so gehört, wird für die Frau gezahlt.

    Natürlich gibt es auch Frauen, die erwarten, eingeladen zu werden.

    Das eine vom anderen zu unterscheiden, bleibt die große Kunst die Zwischentöne richtig herauszuhören.

    Ich schließe nicht aus, dass manche Menschen es auch so wollen und nicht nur einladen, weil es sich gehört. Und ich traue mir zu, dass mein Bullshit Radar anspringen würde, wenn mich jemand einläd, weil es sich so gehört. Und dann hätte ich die passende Antwort.

    Um mit @Spaziergängers Worten zu sprechen:
    Getrennte Kasse :)
  • Eine interessante Erfahrung zum Thema, die ich gern mit euch teilen möchte:

    im Grunde kann es für den einladen Wollenden ausreichend sein, den bloßen Willen zu äußern, um seinem Gegenüber ein wertschätzendes Gefühl zu vermitteln.
    Es ist außerdem wertschätzend, den Wunsch nach getrennten Kassen zu respektieren.
    Und einmal aufgeschoben muß ja nicht aufgehoben für immer bedeuten.
    Wenn man sich das eine Mal nicht einladen läßt, dann ja vielleicht beim nächsten Mal.
    Nichts ist in Stein gemeißelt. Doch es fühlt sich zum einen gut an, „seine Zeche“ selbst zu bezahlen. Und: obwohl man nicht eingeladen wurde/sich nicht hat einladen lassen, trotzdem weiter an der Verbindung interessiert zu sein.

    Und da frage ich mich: ist das nicht auch ein gutes Gefühl für ein Gegenüber, auch ohne eingeladen zu haben, gemocht und wertgeschätzt zu werden?
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