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Warum kann man von manchen Menschen nicht loslassen?

Hey ihr!

Lang ists her, dass ich hier unterwegs war geschweige denn, dass ich etwas gepostet habe. Momentan liegt mir allerdings etwas auf dem Herzen, dass ich gerne mit euch teilen möchte.

Die Geschichte wird wohl etwas länger werden und mir schwirren viele Gedanken im Kopf herum.

Fangen wir einfach so an: Vor knapp vier Jahren habe ich tatsächlich hier in diesem Forum jemand kennengelernt. Es war eine ganz tolle Begegnung und wenn ich heute noch daran zurück denke, werde ich schon leicht sentimental. Ich war zu der Zeit in keiner guten Verfassung und plötzlich war da dieser Mensch, der wieder Licht in mein Leben gebracht hat.

Ich war zuerst misstrauisch - Na klar, vor den Menschen aus dem bösen Internet wurde man ja als Kind schon gewarnt. Trotzdem haben sich schnell die Zweifel in Luft aufgelöst und es war einfach so etwas Vertrautes zwischen uns, das sich gar nicht leicht beschreiben lässt.

Die nächsten Monate, nein sogar das nächste Jahr, war wunderschön. Wir haben uns angefreundet und das Besondere war, dass wir Anfangs nicht mal wussten, wie wir überhaupt aussahen. Es war etwas Geheimnisvolles. Wir haben nur durch unsere Texte, unsere Nachrichten Kontakt aufgebaut. Wir haben oftmals nächtelang geschrieben und es war toll. Ich war einfach nur glücklich in dieser Zeit.

Aber wie es nunmal so ist, hielt diese Zeit nicht ewig an. Die Person lernte jemand anderen kennen, ein Mädchen und ich war erstmal außen vor. Das war keine leichte Zeit für mich und ich verspürte eine gewisse Eifersucht auf das Mädel, die sich, so fühlte es sich an, zwischen uns drängte.

Doch auch die Zeit ging vorbei und bald war sie kein Thema mehr. Bzw. sie war schon noch für ihn ein Thema, aber er erzählte mir nicht mehr viel über sie. Das haben wir nach einem größeren Streit beschlossen, dass es besser für uns beide wäre, sie aus unseren Gesprächen zu lassen.

Die nächsten zwei Jahre waren wieder schön. Wir haben angefangen, miteinander zu telefonieren und haben weiterhin tiefgründige Gespräche geführt. Es war eine wirklich schöne Freundschaft. Er war mir unglaublich wichtig. Er war die Person, mit der ich alles bereden konnte. Wir waren einfach auf der gleichen Wellenlänge. Ich hatte das Gefühl, dass er die erste Person war, die mich grundsätzlich versteht. Es war einfach so perfekt.

Es kamen weithin manchmal Mädchen dazu, die dann mal ein paar Wochen das Gesprächsthema waren. Aber ich habe angefangen, es zu verstehen. Ich habe mich gefreut für ihn und konnte meine Eifersucht in Grenzen halten.

Und auch ich habe meine ersten Erfahrungen im Thema Beziehung gemacht. Und im Nachhinein bemerke ich, dass das der Zeitpunkt war, an dem unser Kontakt nicht mehr so tiefgründig und intensiv war. Wir haben nicht mehr nächtelang miteinander geschrieben.

Im Großen und Ganzen lief es allerdings gut zwischen uns. Bis vor einem guten Jahr. Er lernte wieder ein Mädchen kennen und natürlich war das in Ordung für mich. Er hat sich allerdings nur freundschaftlich gut mit ihr verstanden, so erzählte er es mir.

Und letzten Herbst fing er dann an, unsere Treffen abzusagen. (z.b. Tage, an denen wir Telefonieren wollten). Und das wiederholte sich immer wieder. Ich bekam allerdings mit, dass er mit dem Mädchen Zeit verbrachte, an den Tagen, an den er mich ersetzte..

Tja, zu ausführlich will ich in dieser Hinsicht gar nicht werden. Dieses Versetzen passierte in den nächsten Monaten immer häufiger und auch die Gespräche wurden, sagen wir es mal so, weniger intensiv. Ich habe ihn öfters gefragt, ob er in das Mädchen verliebt sei, denn dann hätte ich sein Verhalten ja nachempfinden können. Aber laut ihm war es immer nur freundschaftlich.

Auf jeden Fall wurde ich die letzten Monate unserer Freundschaft viel angelogen, versetzt, seine (wie es sich dann zum Schluss doch herausgestellt hat) Freundin hat sich unangebracht eingemischt bei unserer Angelegenheit und ich wurde ziemlich verletzt.

Und danach folgte für mich ein immer wiederkehrender Kreislauf. Die Freundschaft war vorbei, ich war traurig und wütend zugleich und konnte es dennoch nicht verstehen, wie es soweit kommen konnte. Ich habe viel reflektiert (sein und auch mein Verhalten) und bin schlussendlich zu dem Entschluss gekommen:

Es ist einfach ungünstig gelaufen. Und die Kommunikation hat vor allem gefehlt! Wir hatten unterschiedliche Bedürfnisse entwickelt. Hätte er mir z.b. gesagt, dass er jetzt wirklich romantisches Interesse an ihr hat, wäre ich wahrscheinlich noch nachsichtig gewesen. Wir kennen das doch alle, wenn man Anfangs die rosarote Brille aufhat.

Sehr wahrscheinlich war ich zu abhängig von ihm habe ihn mit meiner Präsenz unter Druck gesetzt. Er hat mich fasziniert, egal was er gemacht hat. Und hätte er da offen kommuniziert, dass ihm das momentan nicht so passt, wärs wahrscheinlich auch anders gekommen.

Es war, wenn man so nachdenkt, keine gesunde Beziehung. Und trotzdem war sie so unfassbar eng. Es waren eine von den schönsten und gleichzeitig komplizierten Jahren, wenn ich so zurück denke.

Und eigentlich, um wieder zur eigentlichen Frage zurück zu kehren, dachte ich, dass ich nach Monaten mit ihm abgeschlossen habe. Ich habe sehr gelitten unter dem Verlust und ich dachte, dass es mir wieder besser gehen würde. Dass ich nach vorne blicken kann.

Und dann hatte ich letztens dem Moment, dass ich in meiner neuen Wohnung gestanden, richtig glücklich darüber war und mir auf einmal der Gedanke kam "Ich muss *dieser Person* darüber erzählen!". Und bum, waren die Gefühle des Schmerzes wieder da.

Und jetzt frage ich mich, warum kann ich nicht loslassen. Was ist falsch mit mir, dass ich der Person, die mich angelogen und schlussendlich so verletzt hat (da gab es noch ein paar Geschichten, aber die würden den Rahmen hier sprengen) so hinterher trauere?

Obwohl ich weiß, was alles schief gelaufen ist und dass seine alte, nette Persönlichkeit wahrscheinlich nicht mehr existiert.

Kennt ihr das? Warum kann man mit manchen Menschen einfach nicht abschließen? Kann es sein, dass das hier noch nicht das Ende von uns war?

Ich würde mich über eure Meinungen und Erfahrungen freuen. Und sorry, dass der Text so lang wurde. Ich musste es mir mal von der Seele schreiben.

Kommentare

  • Ich schätze mal, es liegt daran, worauf man den Fokus legt. Auf ein Du oder mehr auf sich selbst.

    Mir persönlich hilft auch, mehr im Hier und Jetzt zu bleiben.
  • wie ich so lese ist, das ihr euch noch nie Real getroffen habt? Wenn man im Internet mit jemanden nur schreibt, geht man sozusagen keine Verpflichtung ein und der andere kann so viele Mädels anschreiben wie er möchte. Evtl. hast du eure intensive Mailfreundschaft als "Beziehung" gesehen und er vielleicht nicht? Er nahm das vielleicht nicht so ernst? Ich selbst hatte auch schon Internetbekanntschaften und haben lange geschrieben, aber irgendwann flaut es mal ab, und wird langweilig. Wie damals mit meine Brieffreunden war das auch so, wir haben 4 oder 5 Jahre lang geschrieben, aber von Jahr zu Jahr, wurden die Abstände immer größer, es wurden auch neue Leute kennen gelernt, aber eben Real, bis mein letzter Brief nicht mehr beantwortet wurde.
  • Einige Eckpfeiler waren bei mir anders aber dein Kommentar über die alte Persönlichkeit, die nicht mehr existiert, klingt sehr vertraut.
    Ich kannte den Menschen, mit dem es mir so ging wie du es beschreibst, insgesamt 6 Monate und 3 davon haben wir uns regelmäßig gesehen und waren "zusammen". Auch ich fühlte mich verstanden wie niemals zuvor und war davon gebrochen, dass es am Ende alles gelogen war und diese Person niemals existiert hatte. Ich habe 3 Jahre gebraucht, um darüber hinweg zu kommen.

    Um es vorzuspulen weil es bei dir anders laufen wird als bei mir, eben weil es das immer tut: Ich denke auch heute noch manchmal an diese Person. Ich hab viel Hass und Ärger, Wut und Trauer, Verzweiflung überwinden müssen, um heute sogar in Teilen wieder positiv an die schöne Zeit denken zu können, bevor alles schlimm wurde. Die Person selber gibt mir nicht mehr viel, weder positiv noch negativ. Die Wunden sind vernarbt und es mutet inzwischen mehr wie ein märchenhafter (Alp)Traum an, was da passiert ist.

    Mit dir ist nichts verkehrt, nur weil du "immer noch" traurig bist oder eine emotionale Reaktion aus all dem erfährst, obwohl du vielleicht eine ganze Zeit lang nicht mal an ihn gedacht hast.
    Jemand beschrieb Trauer mal als eine Kiste mit einem Knopf darin. In der Kiste springt ein Ping-Pong-Ball herum wie diese alten DVD-Screensaver, wo das Logo von einer Wand des Fernsehers zur gegenüberliegenden wandert und wo man immer mitgefiebert hat, dass das Logo GENAU die Ecke trifft. Dieser Ping-Pong-Ball trifft also irgendwann ziemlich garantiert den Knopf in der Kiste, der für deine emotionale Trauerreaktion steht. Volle Kanne Ausschüttung von Emotionen. Alles ist nocht ganz frisch. Mit der Zeit, die ja alle Wunden heilen soll, wird nicht der Knopf und damit die emotionale Reaktion kleiner. Die Kiste, in der der Ping-Pong-Ball herumspringt wird nur größer. Der Knopf wird seltener getroffen aber WENN er getroffen wird, kommt immer noch dieselbe emotionale Reaktion wie früher. Selbst wenn man gefühlt ewig schon GAR keine Reaktion mehr hatte.
    Hier endet eigentlich das Gleichnis aber aus meiner eigenen Erfahrung würde ich selber noch hinzufügen, dass ich schon glaube, dass auch der Knopf mit der Zeit beginnt, kleiner zu werden. Der Knopf zu der oben beschriebenen Person ist definitiv kleiner geworden und die Box ist größer geworden. Emotionale Reaktionen werden inzwischen seltener getriggert (Größe der Box) und deren Qualität hat sich auch verändert (Größe des Knopfes). Aber der Knopf und die Box werden immer da sein, da sie ein Teil von mir sind.
    Das Ganze wird bei dir ähnlich laufen.
    Gib dir und dem Ganzen Zeit.
  • Ich glaube, eine Internetbekanntschaft ohne sich persönlich zu kennen führt immer auch zu einer Projektion.
    Man stellt sich die Person vor wie sie sein soll aber nicht ist.
    Das ist mir auch schon passiert, hatte monatelang eine sehr intensive Brieffreundschaft.
    Aber irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich 3x so häufig geschrieben habe und das auch noch jeweils 2-3 Mal soviel geschrieben habe.
    Man muß halt akzeptieren können, wenn etwas zu Ende geht.
    Sowas fällt mir auch sehr schwer
  • Ja, @Michel, da möchte ich Dir absolut zustimmen. Im Netz Menschen zu treffen, kann definitiv Überraschungen bereithalten. Auch im Sinne einer Projektion.
    (Das ist auch eine riesige Gefahr auf Datingplattformen.)

    Dennoch habe ich auch sehr kostbare Menschen getroffen. Und diese Begegnungen dauern an und sind sehr fruchtbar.
  • Danke erstmal für eure lieben Antworten!

    Die Person, die bei mir solche Gefühle immer wieder auslöst, habe ich tatsächlich ein paar Mal im realen Leben getroffen. Dazu kamen noch viele Telefonate. Also ich dachte schon, dass ich ihn kenne, bis ich ihn eben nicht mehr kannte...

    Ja, ich denke und hoffe auch, dass es mit der Zeit besser wird. Er wird seinen Weg gehen und ich meinen. Ich finde es nur furchtbar, dass es so kommen musste wie es gekommen ist. Manchmal denke ich mir, es wäre besser gewesen, wenn ich auf seine erste Nachricht damals gar nicht reagiert hätte. Allerdings waren die letzten Jahren auch wirklich schön mit ihm und haben mich um viele Erfahrungen und schöne Erinnerungen reicher gemacht. Ich hoffe, dass irgendwann die guten Erinnerungen überwiegen werden.

    Der nächste Ping Pong Ball, wie @San es so schön beschrieben hat, wird sicher kommen. Bald habe ich Geburtstag und er war immer der Erste, der mir gratuliert hat. Das wird mich wohl nochmal ziemlich treffen. Danach hoffe ich, dass es wieder besser wird und die Kiste mit dem Ping Pong Ball allmählich größer wird. Momentan kann ich es mir noch nicht so wirklich vorstellen, aber wie ihr alle schreibt nach dem Sprichwort: Zeit heilt alle Wunden.
  • Hallo User26, gerade bei Deinem Satz, dass Du manchmal denkst, es wäre besser gewesen, wenn Du auf seine erste Nachricht nicht reagiert hättest, habe ich ganz andere Gedanken dazu. Ja, natürlich ist dieser Gedanke legitim, aber Du machst Dir selber einen Vorwurf. Zu diesem Zeitpunkt konntest Du doch gar nicht wissen, wie sich die Geschichte entwickelt.

    Ich habe eine ähnliche Geschichte im realen Leben erlebt. Wir sind Arbeitskollegen. Und irgendwie hat es sich ergeben, dass ich mit dem Arbeitskollegen mal Kaffee trank. Das Treffen war toll, wir hatten richtig gute Gespräche. Und so kam es, dass er sagte, das müssen wir mal wieder machen. Ich habe gleich gesagt: alles peu a peu. Ich wollte keine große Nähe. Aber leider habe ich diesen Vorsatz gebrochen. Es entwickelte sich eine tiefe Freundschaft daraus (Wichtig hierbei das Wort Freundschaft, bevor hier eine Liebschaft vermutet wird, weil beide verheiratet). Wir haben ganz viel miteinander besprochen, tiefe und gute Gespräche, jeden Tag WhatsApp geschrieben usw. Also, es war da eine große Verbundenheit.

    Leider ist dieser Mensch ein sehr sarkastischer Mensch, der seine Witzigkeiten auf Kosten meiner Person brachte. Und es war auch verletzend für mich. Irgendwann fand ich es dann nervig und meine Reaktionen auf ihn wurden immer abweisender. Unser Verhältnis wurde kälter. Wir hatten auch einiges in der Freizeit gemacht und ich spürte eben, das ich keine Freude mehr an unseren Treffen hatte. Irgendwann habe ich es beendet und gesagt, dass ich mich nicht mehr wohlfühle mit ihm. Es war wirklich so, ich traf mich mit ihm und hinterher ging es mir längere Zeit richtig schlecht. Ich gab mir immer die Schuld, dass es so schlecht lief.

    Ich habe dann auch jegliche Konservation abgebrochen. Blöd nur, dass wir Arbeitskollegen sind. Immer, wenn ich ihm über dem Weg lief, hat sich in mir alles zusammengezogen.

    Heute sind drei Jahre vergangen und es berührt mich nicht mehr. Wir sehen uns auf dem Flur, sagen guten Tag und das war es. Wirklich, er ist für mich nur noch irgendwer, ich habe keinerlei Interesse an irgendwas. Aber die erste Zeit war schwer. Daher kann ich Dich gut verstehen. Mir fehlten schon die Gespräche und auch diese Freundschaft, die wir hatten.

    Entschuldige meinen langen Text. Aber was ich Dir sagen will: Ich habe meinen Frieden gemacht mit der Situation. Es hat auch längere Zeit gedauert. Aber auch Freundschaften ändern sich. Wenn Du es irgendwann akzeptieren kannst, dass die Situation nun so ist, wie sie ist, dann wird es Dir besser gehen. Ich bin mit mir auch im reinen. Wir Menschen machen Fehler, verhalten uns nicht immer richtig, Dinge verändern sich, auch Menschen. Aber die Erfahrung, die Du gemacht hast, die kann Dir keiner nehmen. Ich hatte es damals mit den Worten beendet, dass wir eine tolle Zeit hatten, aber es vorbei ist.

    Ich bin eigentlich ein Mensch, der andere nicht sehr nahe an sich heranlässt. Ich will es nicht zu tief werden lassen, weil es bei mir einfach nicht funktioniert. Und ich habe eben daraus auch gelernt, dass das der richtige Weg für mich ist.

    Liebe Grüße
  • Vielleicht hilft Dir auch ein wenig diese Metapher. Dein seelischer Schmerz ist so etwas wie eine Wunde Deiner Haut. Die Wunde heilt ganz langsam, ohne dass Du es groß bemerkst. Diese Wunde wird aber nicht richtig heilen, wenn Du sie jeden Tag aufs neue aufkratzt und an ihr rumpuhlst.

    Irgendwann wird diese Wunde verschlossen sein, sie ist noch da, aber sie tut Dir nicht mehr weh und immer wenn Du sie ansiehst, wirst Du sie bemerken. Aber sie wird keine großen Gefühle mehr auslösen.
  • edited Juni 2022
    Was mir auch gefällt auf @Nethis Metapher

    Alles was zerreißt wächst stärker nach. Ich denke zwar das geht mit der Zeit automatisch ( das Verheilen), und irgendwie steckt hinter dem "stärker nach" auch etwas. Ich denke dies ist der Reflektions und Wachstumsprozess der mehr von der Person abhängig ist und weniger von der Dauer. Was aus dem Wachstumsprozess resultiert (wie etwa solchen Erfahrungen), wer weiß; vielleicht liegt das im Samen, wie im Apfelbaum; oder in der Seele (den "Wurzeln" der Erfahrungen).

    Jedenfalls, wenn mir etwas schlimmes passiert oder hervorbestanden ist (wie sowas), ich habe mir daraus immer diese Metapher geschlagen und wusste immanent schon, "hey toll, eine schmerzhafte Erfahrung, ich bin gespannt, wie sehr sie mich zerreißen wird"

    Und was nachwächst, gefällt mir meistens besser. Und der "Saft", die Essenz der Erfahrung war zum Beispiel der Nenner, wie schön es ist, zu lieben, und geliebt zu werden, oder offen und verletzlich zu sein. Wenn man zu sehr am Schmerz hängt, wird man zur Walnuss: hart, und die ganzen lebhaften Stoffe sind aber in der Mitte. :D
  • Hey ^^ Danke auch an euch @Nethi und @domsi für die schönen Methaphern. Es wird sicher leichter werden und man wächst daraus. Bin gespannt, wie es weitergehen wird und was mir diese schmerzhafte Erfahrung bringen wird im weiteren Leben.

  • imach grad a so a schmerzhafte Zeit durch.
    hoffe dass es meine Resilienz stärkt. lg
  • edited September 2022
    Hallo @Yvonne! Ich kann mal ein kurzes Update zu meiner Situation geben und dir damit hoffentlich etwas weiterhelfen:

    Ich bin momentan auf einem guten Weg, damit abzuschließen und dennoch verteufle ich meinen ehemaligen Freund nicht mehr. Ich bin sogar dankbar.

    Weißt du warum? Durch ihn bin ich die Person geworden, die ich heute bin. Durch die guten und auch zum Schluss durch seine schlechten Seiten. Durch ihn habe ich Leute kennengelernt, Situationen erlebt, die so sonst nie stattgefunden hätten.

    Ich weiß, dass es sehr schwer ist. Bei mir ist jetzt gut ein halbes Jahr vergangen, seit unsere Freundschaft geendet ist. Es waren viele Phasen dabei in dem halben Jahr, wo es mir überhaupt nicht gut ging und dann ein paar Tage, wo ich nicht an ihn dachte.

    Aber ich kann dir eins versprechen: Egal wie schwer es jetzt ist (und glaub mir, ich dachte auch nicht, dass es wieder besser wird), es wird alles wieder gut und es wird dich nur stärker machen! Du schaffst das!

    Liebe Grüße
  • Danke an User26!

    so lieb dass du mir schreibst..

    ja heute fühl ich mich um einiges besser, es ist ja nun a schon eine Woche her, dass ich ihn gesehen habe.

    und so läuft das leben an sich ja nicht mal schlecht.
    ich bin über vieles froh, und da habe ich jz schon gelernt, dass ich mich nicht auf jeden Menschen so einlassen kann und das nicht mag, wenn wer MICH vereinamt.
    lg

  • Die Frage aus dem Titel lässt sich nur schwer beantworten.

    Mir ging es eine Zeit lang ebenfalls nicht gut, also nach einer Trennung. Neben der Arbeit an sich selbst, also der Sichtweise dazu und Verarbeitung insgesamt, hat mir ebenfalls ein Buch sehr gut geholfen bwz. die letzten Zweifel genommen.

    Ich erlaube es mir, dieses Buch hier zu erwähne. ;)
    "Goodbye Herzschmerz" von Elena-Katharina Sohn

    Mittlerweile sehe ich einige Dinge anders und schaue dankbar(er) zurück auf die Zeit einer Beziehung, statt dem Nachzutrauen oder auf die Person nachtragend zu sein. Mehr Dankbarkeit für die Möglichkeit und gemeinsame Zeit, dass ist der Schlüssel der Verarbeitung von positiven und negativen Erlebnissen sowie Offenheit für eine neue Partnerschaft. :)

    Liebe Grüße,
    Eagle
  • "Mittlerweile sehe ich einige Dinge anders und schaue dankbar(er) zurück auf die Zeit einer Beziehung, statt dem Nachzutrauen oder auf die Person nachtragend zu sein. Mehr Dankbarkeit für die Möglichkeit und gemeinsame Zeit, dass ist der Schlüssel der Verarbeitung von positiven und negativen Erlebnissen sowie Offenheit für eine neue Partnerschaft."

    Das ist eine wichtige Erkenntnis! Danke, dass du sie mit uns teilst @Eagle
  • Gerne @enjoythesilence
    Ist jedenfalls meine Erkenntnis sowie Meinung zu diesem Thema. :)
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