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Liebevoll abgrenzen lernen

Nachfolgendes erscheint mir nicht nur für Empathen/HSP hilfreich, sondern ebenso für Introvertierte, die oftmals Anteile Hochsensibler Menschen in sich zu tragen scheinen :)


"Die Fragen: ‚Wie kann ich lernen, mich besser abzugrenzen?’ und ‚Wie kann ich mich besser schützen?’ gehören zu den häufigsten Fragen, die von Hochsensiblen gestellt werden. Diese Fragen sind für jeden Menschen, der sinnvoll und erfolgreich leben möchte, sehr spannend. Für Hochsensible sind sie oft überlebenswichtig, zumindest wird dies oft so empfunden, weil die eigene Beeinflussbarkeit und geringe Belastbarkeit als Hindernis empfunden wird, um die eigenen Ziele zu erreichen und selbstbestimmt und frei zu leben."

https://www.zartbesaitet.net/informationen-fur-hsp/liebevoll-grenzen-setzen/

Kommentare

  • Als Hochsensible stelle ich fest, dass mein Sehnen nach innerer und äußerer Harmonie immer dichter wird, es rückt immer näher an mich heran. Teilweise auch so, dass ich damit gar keine rechte Freude mehr habe, weil ich untypischerweise Auseinandersetzungen immer mehr scheue.

    Abgrenzen kann ich mich insofern heute besser, weil ich schneller erkenne, wann die Anforderungen an mich und auch die Erwartungshaltungen immer druckvoller werden.

    Ich fühle mich - im Gegenteil - als sehr belastbar, wenn ich mich in all meiner Tat- und Schöpferkraft an Prozessen beteiligen kann, die für mich sinnvoll sind und in denen ich einen konstruktiven Willen anderer Beteiligter wahrnehmen kann.
  • Heute habe ich einen Satz gelesen, den ich hier, zum Thema der Abgrenzung, posten möchte. Ich finde diesen durchaus gelungen, wenn auch radikal:
    "Darf ich Ihnen das 'Tschüss' anbieten?"
  • edited Januar 2022
    Der ist gut! Den merkel ich mir :)

    Und jetzt im ernst: ich hatte heute wieder einmal Gelegenheit, mich im abgrenzen zu trainieren. Wie „liebevoll“ mir das gelungen ist, kann ich nicht sagen.

    Stichwort Wünsche zum neuen Jahr (gehört sich ja schließlich so..) und neugierige Kolleginnen, bei denen ich nicht das Gefühl habe, dass meine Belange in irgendeiner Weise interessant wären.

    Nun ja. Ich war also am arbeiten, schleicht sich die Erste an mich ran und wünscht am Nachmittag des 26. Januar noch ein gutes Neues Jahr. Ich ihr auch und das hätte eigentlich an Konversation gereicht. Mir zumindest. Wir hätten uns ja lange nicht mehr gesehen (jau, war schön ;)
    Und wie es mir denn so ginge..

    Ich kann gerade nicht beschreiben, was das in mir ausgelöst hat. Schwupp, stand Kollegin Nummer 2 dabei und versperrte mir mit ihrer Anwesenheit den Fluchtweg nach vorn.
    Ich blieb locker und freundlich, aber auch ziemlich einsilbig. Fühlte mich wie in einem Verhör.

    Sobald der Weg nach vorn wieder frei gegeben wurde, nutzte ich meine Chance und mußte dringend meiner Arbeit wieder nachgehen. Huh, das war gruselig.

    Was bezwecken manche Menschen mit so einem Verhalten? Vermutlich wollen sie einfach nur nett sein (weil es sich so gehört). Und gegen freundliche Gespräche unter Kollegen ist ja auch nichts einzuwenden. Mache ich oftmals sehr freiwillig und gern. Erst noch heute Früh kurz vor Dienstbeginn.
    Manche Menschen scheinen jedoch kein Gespür dafür zu haben, wenn es grade nicht passt oder man ihnen einfach nichts zu sagen hat. Ich erinnere mich, sogar einen Kopfhörerstöpsel im Ohr gehabt zu haben, den ich zum Talk nicht herausnahm. Das allein zeigt mir bereits, dass „kein Bedarf“ an einem Gespräch meinerseits war.

    Klar gelte ich nun wieder als die verschrobene Kuh. Doch es ist mir egal. Bei manchen Menschen ist es mir inzwischen wirklich wurscht, was die von mir denken, denn sie denken es ja offensichtlich sowieso.

    Edit:

    @seelenbilder
    „Ich fühle mich - im Gegenteil - als sehr belastbar, wenn ich mich in all meiner Tat- und Schöpferkraft an Prozessen beteiligen kann, die für mich sinnvoll sind und in denen ich einen konstruktiven Willen anderer Beteiligter wahrnehmen kann.“

    Das halte ich für eine wichtige Erkenntnis!

    Könnte man auch sagen, möglichst das zu tun, was sich gut und richtig anfühlt?
  • Fand ich auch, dass der gut ist :-))))

    Jaaaaaaaaaaaaaaaaaa, liebe enjoythesilence, so kann man's auch sagen:
    Möglichst das tun, was sich gut und richtig anfühlt!!!

    Gibt's ja gar nicht, ich schmunzle gerade (über das parallele Erleben) und bin sowas von platt:
    Ich hatte neulich eine Begegnung in ähnllicher Weise. Genau mit der Person, mit der ich so ganz und gar radikal überhaupt nix anfangen kann - sehr laut, sehr grell, sehr ordinär, sehr aufwühlend - und die mir schon sooft relativ offen gesagt hat, dass sie sich mit mir nicht sonderlich wohl fühlt. Ich bin ihr nämlich zu seriös.
    Wird die sowas von peinlich freundlich und unpassend einladend!

    Ich glaube bei solchen Menschen absolut nicht an ehrliche Aufmerksamkeit, habe ich doch immer wieder erlebt, dass sie, wenn sie nett sind, etwas im Schilde führen.
    In meinem beruflichen Umfeld weiß ich schon, was Nettigkeit bedeutet, wenn sie von jenen kommt, die sonst wie der Elefant im Porzellanladen daherkommen:
    a) entweder sie wollen eine Gefälligkeit von mir
    b) oder sie wollen mich zu irgendeinem Thema, Tratsch, etc. aushorchen.

    Bei Variante b) wünsche ich ihnen jedenfalls gute Beißerchen, denn da beißt man bei mir auf Granit - außer, ich möchte, dass etwas gezielt die Runde macht. Und dann ist's noch besser, wenn ich meine Ansage selbst tätige, damit sie auch das bleibt, wie sie gemeint war und nicht verdreht oder ausgeschmückt wird. Wie beim Kinderspiel "Stille Post" ...
  • edited Juni 2022
    Kollegen sind so oder so oftmals sehr schwierig. Wir verbringen die meist Zeit mit ihnen, was schon an harte Arbeit grenzt. An manchen Tagen kann ich einfach nicht mit ihnen, weil ich das Gefühl habe eine Auszeit von ihnen zu brauchen. Ihre ständigen Nörgeleien, oder Besserwisserischen Sprüche, oder lautes Gegröle, was der Tierwelt ähnelt und nicht wirklich Damenhaft oder seriös wirkt. Und immer wieder wird darauf gedrängt, sich mit ihnen in einem Raum aufzuhalten, obwohl ich für einen Moment lieber allein sein möchte.

    Wenn man so viel Zeit mit anderen Menschen verbringt, dann ist es aber, denke ich, auch nicht einfach für alle. Irgendwann geht man sich richtig auf die Nerven.

    Und ja es gibt hinterlistige Menschen, aber ich denke das hinterlistige Verhalten ist mangeltes Selbstbewusstsein, weil sie sich so besser fühlen. Und manchmal ist es auch Langeweile weil sie sonst im Leben nichts haben, außer ihre Arbeit. Ich weiß es nicht genau. Manchmal wirkt es so, das manche sich nur über ihre Arbeit definieren. Und das lustige ist: die, die meinen das andere hinterlistig wären, sind genauso. :D
  • Hallo @Butterfly83,

    Ich kann auch am Besten arbeiten wenn ich ungestört bin oder allein im Raum.

    Wenn schon einmal beinahe eine Freundschaft bestanden hat finde ich es schade dass Du so konsequent zur Arbeit abgrenzen möchtest und somit keine Seite durch diese Freundschaft wachsen kann. Mich erinnert dies an eine Situation bei der Missverständnisse und Rückzug
    zu einer unüberwindbaren Distanz führten die vermutlich beide Seiten nicht wirklich wollten. Ich glaube bei einer richtig guten Freundschaft lernt man die Wünsche und Grenzen des Anderen zu respektieren und sich dennoch gegenseitig zu beflügeln. Rücksichtnahme und gegenseitiges Verständnis sind sogar die Grundlage für eine Freundschaft. Wenn Beides vorhanden ist kann man immer wieder Wege ebnen besser miteinander umzugehen.

    Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein suchen sicher Bestätigung durch gute gute Arbeit oder anderen Formen des sich nützlich machens. Bei ein wenig Einfühlungsvermögen in Menschen mit vergleichbaren Hindernissen und zugleich etwas Sympathie wäre ich sicher dass sie nichts unternehmen würden was dem Anderen schadet. Ich glaube sogar dass die Anerkennung durch sensible Menschen ihnen besonders viel bedeutet.
    Aber das ist nur meine persönliche Sicht.
  • "Ich glaube bei einer richtig guten Freundschaft lernt man die Wünsche und Grenzen
    des Anderen zu respektieren und sich dennoch gegenseitig zu beflügeln.
    Rücksichtnahme und gegenseitiges Verständnis sind sogar die Grundlage für
    eine Freundschaft. Wenn Beides vorhanden ist kann man immer wieder Wege
    ebnen besser miteinander umzugehen."

    Vielen Dank, lieber @Nightworker, für diese ganz treffende Formulierung!
  • @enjoythesilence schrieb:
    "Was bezwecken manche Menschen mit so einem Verhalten? Vermutlich wollen sie einfach nur nett sein (weil es sich so gehört). Und gegen freundliche Gespräche unter Kollegen ist ja auch nichts einzuwenden. Mache ich oftmals sehr freiwillig und gern. Erst noch heute Früh kurz vor Dienstbeginn.
    Manche Menschen scheinen jedoch kein Gespür dafür zu haben, wenn es grade nicht passt oder man ihnen einfach nichts zu sagen hat. Ich erinnere mich, sogar einen Kopfhörerstöpsel im Ohr gehabt zu haben, den ich zum Talk nicht herausnahm. Das allein zeigt mir bereits, dass „kein Bedarf“ an einem Gespräch meinerseits war."


    Hmmm... kommt mir bekannt vor... leider :-(
    Da sich bei mir einige Kolleg*innen ein Büro teilen, kommt es immer wieder zu so einer Situation: eine Person fängt plötzlich, während die anderen eigentlich konzentriert arbeiten, ein privates Gespräch an. Dummerweise wird dieses Gespräch von anderen erwidert... und innerhalb kürzester Zeit ist der Raum erfüllt mit privatem Geplapper.

    Konzentration... vergiss es.

    Bis jetzt habe ich mich aus diesen Gesprächen rausgehalten. Aber eine Kollegin versucht mich immer wieder mit in solche Plaudereien zu ziehen. Bis jetzt habe ich einfach nicht oder nur brummend reagiert. Um irgendwie zu signalisieren: "Du, eigentlich arbeite ich gerade und möchte das auch erst mal zu Ende bringen."

    (Ich kann immer nur eines: plappern oder arbeiten ;-))

    Heute hab ich ihr aber dann mal in einer ruhigen Minute gesagt, dass sie es mir bitte nicht persönlich nehmen soll, wenn ich nicht mit plaudere... da derzeit so viel zu tun ist, möchte ich das lieber erst mal "abarbeiten".

    Mal sehen, was die nächsten Tage geschieht... ;-)
  • ich möchte etwas erzählen:
    und zwar: Eine Freundin von mir ist introvertiert und plappert aber per Handy also auf einem Messenger so dermaßen viel, dass es anstrengend ist.
    und dannnnn wenn ich ihr eine gute Freundin sein will und einigermaßen viel zurückschreibe, ist es ihr ein Gräuel und so weiter und so fort, sie meint ich vereinnahme sie.... dabei meine ich, eine Freundschaft müsste von beiden Seiten kommen.

    ich verstehe das einfach nicht, wieso wieso auf die Nerven gehe.
    sie hat das auch gesagt sie muss sich jetzt um sich selber kümmern und ich soll mich nicht mehr melden. sie ist hochsensibel wie ein frisch geschlüpfter Schmetterling.

    ich zweifle schon an der Freundschaft seit sie schon 2Monate nicht mehr meldet.
    p.s. ich lasse sie schon so lange in Ruhe.

    pp.s. ich habe schon von Anfang an an der Freundschaft zwischen uns gezweifelt. leider. oder zurecht....
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